Autor: Sebastian Erkens
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Smoker einbrennen - Die Erstinbetriebnahme

Bevor du die ersten köstlichen Rippchen auf deinem nagelneuen BBQ Smoker zubereitest, solltest du den Smoker einbrennen. Während man den Grill auf bis zu 140°C befeuert, bildet sich mit der Zeit eine Patina aus Ruß und Rauch, die die Oberfläche des Smokers schützt.

Das Einbrennen des Materials beseitigt zudem Produktionsrückstände im Lack und schützt den Smoker vor Rost. Durch das erste Erhitzen schließen sich die feinen Poren im Metall und versiegeln somit die Oberfläche.

Smoker einbrennen

Wer seinen Grill dann noch regelmäßig pflegt und dazu eine passende Abdeckhaube besitzt, wird jahrelang Freude an seiner Investition haben. In diesem BBQ-Ratgeber Ratgeber erhältst du alle relevanten Informationen, die beim Einbrennen wichtig sind.

Wie sollte man einen Smoker fachgerecht einbrennen?

  • Grillroste aus dem Smoker entfernen
  • Boden der Sidefirebox mit Kohle oder Holz Chunks bedecken
  • Smoker für 2 Stunden auf 120-140°C befeuern
  • Material abkühlen lassen
  • Smoker Grill mit hitzebeständigem Öl bestreichen
  • Erneut 2 Stunden bei 120-140°C befeuern

Die wichtigsten Aspekte, die es zu beachten gilt:

  • Hitzequelle: Holzkohle / Hartholz -> Buche
  • Gesamtdauer: ca. 4 Stunden
  • ideale Temperatur: 120-140°C
  • geeignetes Öl: Sonnenblumenöl
  • Öl-Anstrich: Innen & außen (außer Firebox innen)
  • Brenn-Durchgänge: 2x

Inhaltsverzeichnis:

Smoker in 4 Schritten richtig einbrennen:

Das Einbrennen eines Smokers schützt das Material vor Flugrost und beseitigt potenzielle gesundheitsschädliche Lackreste. Öffnest du den Deckel eines Smoker, blickst du auf blanken Stahl.

Das kannst du ebenso gut fühlen, wenn du über die raue Oberfläche streichst. Erhitzt du das Gerät nun nach Anleitung, setzt sich der heiße Rauch auch in die kleinsten Poren und versiegelt schließlich die Oberflächenbeschichtung.

Je nach Smoker-Typ muss das Grill-Gerät eingebrannt werden oder nicht. Ein klassischer Offset Smoker muss ebenso wie ein Reverseflow Smoker vorbehandelt werden.

Smoker-Vergleichstest

Ein guter Watersmoker hingegen ist in der Regel mit Emaille beschichtet und hat somit eine bereits in sich geschlossene Oberflächenstruktur. Achte während du den Smoker einbrennst darauf, dass die Temperatur während des gesamten Vorgangs maximal 140°C beträgt.

1. Grillroste entfernen & Holz oder Holzkohle vorbereiten

Als Erstes reinigst du den Smoker mit warmen Wasser. Stärkere Verschmutzungen können mit Spülmitteln beseitigt werden. Nun entfernst du alle Grillroste aus dem Smoker. Nun bedeckst du den Boden der Feuerkammer mit ausreichend Holzkohle. Mit einem Anzündkamin kann man sich einiges an Zeit sparen.

Alternativ zur Kohle kannst du trockenes Hartholz verwenden. Dieses brennt jedoch erheblich heißer als Briketts. Etwas Küchenrolle und Öl bzw.. Holzwolle erleichtert das Anzünden des Feuers. Die Holzscheite sollten zwischen 4-7 cm lang sein. Am besten stapelst du die einzelnen Ebenen der Holzscheite immer über kreuz und gibst etwas Grillanzünder hinein.

Grillroste-aus-dem-Smoker-entfernen

Bei dünnwandigen Smokern macht es erheblich mehr Sinn, den Smoker mit Briketts einzubrennen. Diese sind in ihrer Temperatur-Handhabung um einiges leichter zu managen. Die vergleichsweise etwas stärker schwankenden Temperaturunterschiede bei der Verwendung von Holz verlangen dir beim Einbrennen entsprechend mehr Aufmerksamkeit ab.

Massive Stahl Smoker mit 6mm Wandstärke hingegen, können gleich mit Feuerholz betrieben werden. Feuert ruhig zu Beginn etwas kräftiger, damit der Smoker gut auf Temperatur kommt. Nach einiger Zeit kann die Klappe der Feuerbox schließlich etwas weiter geschlossen werden.

Ein Anzündkamin erleichtert das Einbrennen deutlich:
Buche eignet sich gut zum Einbrennen:

2. Smoker auf 120-140°C befeuern

Jetzt befeuerst du den Smoker für 2 Stunden bei einer Temperatur von 120°C – 140°C. Die Temperatur sollte diese Marke möglichst die gesamte Zeit über nicht überschreiten. Zu hohe Temperaturen können bei der ersten Inbetriebnahme zu unschönen Lackplatzer führen.

Halte den Deckel der Feuerkammer im Verlauf möglichst weitgehend geschlossen. Du kannst ein Holzscheit in den Deckel der Sidefirebox einklemmen und hast somit eine gleichmäßig geringe Sauerstoffzufuhr.

Die Temperatur steuerst du dabei sowohl über die Holzmenge, als auch mit Hilfe der einzelnen Lüftungsklappen. Erhöhe die Sauerstoffzufuhr falls die Temperatur sinkt und verringere den Sauerstoff, falls die Temperatur zu sehr steigt. Hierzu kannst du beispielsweise den Deckel des Smokers öffnen, wodurch die Temperatur um einige Grad sinkt.

Smoker bei 140°C einbrennen

3. Smoker abkühlen lassen & mit hitzebeständigem Öl einreiben

Nach 120 Minuten kannst du den Smoker abkühlen lassen. Der anfangs noch hochglänzende Lack sollte nun matt erscheinen. Jetzt ist es an der Zeit, den Smoker Grill sowohl von innen, als auch von außen mit Sonnenblumenöl, Palmfett oder Rapsöl einzupinseln. Olivenöl sollte hier nicht verwendet werden.

Dies schützt langfristig vor einem natürlichen Befall von Rost und sorgst für idealen Schutz. Achtung: Die Innenseite der Firebox darf nicht eingeölt werden. Dies könnte Fettbrand verursachen! Am einfachsten gelingt dir das Auftragen des Öls mit einem fusselfreien Mikrofasertuch.

4. Smoker erneut befeuern

Im letzten Schritt befeuerst du deinen Smoker erneut für 2 Stunden bei 120-140°C. Somit ist dieser nun bestens vor Rost geschützt und einsatzbereit.

Wie funktioniert ein Holzkohle Smoker?

Ein Holzkohle Smoker besteht aus folgenden Teilen:

  • Feuerkammer
  • Garkammer
  • Kamin

Anders als das Grillen, ist das Smoken ein äußerst geduldiger Prozess von mehreren Stunden. Der Rauch strömt dabei aus der Feuerkammer in die Garkammer, in der er das Räuchergut umströmt und schonend gart.

Bei Temperaturen von 90 – 120°C erhält man einzigartig aromatisierte Spareribs und Co.! Wer schonmal ein low & slow zubereitetes Pulled Pork oder Brisket verspeist hat, wird das zarte Fleisch-Erlebnis so schnell nicht wieder vergessen.

BBQ-Smoker-Grill-Funktionsschema