Räucherschrank – Empfehlungen, Tipps & Tricks

Der Räucherschrank ist eine tolle Variante um sowohl Fleisch, als auch Fisch hängend zu räuchern. Im Gegensatz zu anderen Räucheröfen, ist dieser schrankförmig aufgebaut. Unabhängig vom Hersteller und Modell, hast du hier in der Regel genügend Platz, um jede Menge Fische zeitgleich zu räuchern. Diese Methode ist ebenso zeitsparend wie komfortabel.

Edelstahl RäucherschrankEin weiterer Vorteil vom Räucherschrank ist die verhältnismäßig leichte Bedienung der Geräte. Ein qualitativ hochwertiger Räucherschrank aus Edelstahl beispielsweise ist bestens isoliert. Dies hat den enormen Vorteil, dass die Temperatur im Inneren konstant aufrecht gehalten wird.

Selbstverständlich sollte diese auch hier, mittels eines Thermometers immer mal wieder überprüft werden. Gerade für Einsteiger und Fortgeschrittene ist es jedoch erfahrungsgemäß um ein Vielfaches einfacher, einen Räucherschrank fachgerecht zu bedienen, als beispielsweise einen Smoker Grill.

Was ist ein Räucherschrank

Allgemein kann man sagen, dass ein Räucherschrank DIE Variante ist, um Fische bzw. allgemein größeres Räuchergut schonend zu garen. Solltest du ein begeisterter Angler sein und deine Fischfänge zukünftig daheim Räuchern wollen, könnte dies für dich die ideale Anschaffung sein.

Natürlich gibt es verschiedene Ansätze und Varianten, um Fische zu Räuchern. Jedoch wirst du beispielsweise bei einem Aal oder insgesamt größeren Mengen an Räuchergut mangels der Kapazitäten, sowohl beim Smoker Grill, einer Räuchertonne und erst recht mit einem Tischräucherofen, schnell an deine Grenzen stoßen! Mit einer gängigen Mindesthöhe von einem Meter, verfügt ein guter Räucherschrank hingegen über genügend Fläche, um größere Mengen an Räuchergut zu platzieren.

Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, mit einem Räucherschrank Kalträuchern und Heißräuchern zu können. Ich persönlich liebe es, meine frisch gefangenen Forellen über mehrere Tage in meinem Peetz Ofen zu garen.

Welche Hitzemethode?

Neben der Wahl des Materials ist die Hitzeerzeugung natürlich ein ganz wesentlicher Aspekt beim Räuchern. Hier gibt es neben den persönlichen Vorlieben, verschiedene Vor- und Nachteile zu beachten.

Räucherschrank HolzkohleHolz/Holzkohle: Eine der gängigsten Hitzequellen ist Holz/Holzkohle. Diese sehr klassische Variante ist nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Es bedarf ein Stück weit Erfahrung, um eine konstante Temperatur im Ofen zu gewährleisten. Besonders als Neuling solltest du also genügend Zeit mitbringen, um das Thermometer in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Ein großer Pluspunkt ist neben dem Flair, die vergleichsweise niedrigen Betriebskosten. Zwar wird dir die Befeuerung mit Holz besonders anfangs einiges an Geduld abverlangen, jedoch hast du mit der Wahl des Holzes eine große Palette an individuellen Möglichkeiten, den Geschmack deines Räucherguts zu beeinflussen!

Gasheizung PeetzGas: Alternativ zur ersten Befeuerungsmethode möchte ich dir nun die Verwendung eines Gasbrenners vorstellen. Viele meiner Freunde schwören inzwischen auf ihren Brenner. Das liegt zum einen daran, dass du hinterher weniger Arbeit hast, da du keine Asche wie bei der Verwendung von Holz zu entfernen hast. Das Reinigen geht also erheblich schneller von der Hand. Zum anderen ist es nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ einfach, die Temperatur entsprechend zu regulieren.

Besonders im Winter kann die Verwendung eines Gasbrenners durchaus Sinn machen. Diesen kannst du in der Regel in nahezu jedem Räucherschrank schnell und unkompliziert einrichten. Einzig und allein ist darauf zu achten, dass sich kein Ruß im Inneren des Ofens bildet. Dies kann passieren, wenn die Sauerstoffzufuhr zu gering ausfällt. Steuern lässt sich dies über die Luftzufuhr Öffnungen am Brenner. Die Flamme sollte stets bläulich sein. Außerdem sollte die Flamme keinen direkten Kontakt zur Schrankinnenseite haben.

Raeucherofen HeizspiraleElektroheizung: Inzwischen gibt es allerdings auch einige Modelle, die neben den klassischen Varianten, auf moderne Heizspiralen setzen. Zugegebenermaßen ist dies Geschmackssache und doch gibt auch hier wieder, gewisse Vorteile zu entdecken. Im Grunde genommen bietet der elektrische Räucherschrank das Gegenstück zur Holz Befeuerung. Eine sehr einfach zu regulierende Temperatur welche absolut konstant ist. Die sogenannte Heizspirale legt man dabei in das Bodenfach des Ofens. Die warme Luft steigt empor und gart das Räuchergut entsprechend durch.

Zwar kann die Elektroheizung unmittelbar nach Beendigung des Räuchervorgangs abgeschaltet werden, dennoch entstehen dir hier mit Abstand die höchsten Betriebskosten. Des Weiteren bist du nicht ganz wetterunabhängig. Bei sehr niedrigen Temperaturen im Winter, kann dich diese Methode vor Probleme stellen. Praktischerweise gibt es Räucherschränke, die per Heizspirale und per Gasbrenner einsetzbar sind. So kannst du dich also je nach Anlass für eine der beiden Varianten entscheiden!

Welches Material bei einem Räucherschrank?

Edelstahl:

Kommen wir nun aber erst einmal auf das Material zu sprechen. Die wohl robusteste Ausführung ist der Räucherschrank aus Edelstahl. Diese (eher kostspielige) Anschaffung ist korrosionsbeständig und am ehesten geschützt gegen Witterungsbedingungen und Rost. Es sei vorweggesagt, dass entgegen vieler Behauptungen, auch Edelstahl Räucherschränke rosten können. Der tatsächliche Verschleiß wird allerdings auf ein Minimum reduziert! Je mehr Chrom und Nickel im Material enthalten ist, desto länger wirst du mit deinem Räucherschrank Freude haben.

Zu den robustesten und somit kostspieligsten Ausführungen gehören 1.4016 Cr. und 1.4301 (V2A) Edelstahl Öfen. Auf Grund ihres sehr hohen Nickel und Chrom Vorkommnisses (10% / 18%) sind diese erheblich besser geschützt gegen Wasser, Säuren und Luftfeuchte. Ein Edelstahl Räucherschrank isoliert demnach ideal!

Solltest du also tendenziell sehr häufig bzw. regelmäßig räuchern wollen, empfehle ich dir einen wirklich hochwertigen Räucherschrank aus Edelstahl zu kaufen. Diese lassen sich problemlos reinigen, ohne die Oberflächenstruktur zu zerstören. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 15-20 Jahren hast du hier somit das beste Preis- Leistungsverhältnis.

Aluminiertes Stahlblech:

Die nächst günstigere Alternative besteht aus aluminierten Stahlblech. Das mit Aluminium überzogene Stahlblech ist ein guter Kompromiss zwischen einem absoluten Einsteiger Modell welches vermutlich eher selten zum Einsatz kommen wird und einem wesentlich teureren Edelstahl Ofen.

Bei der Reinigung/Pflege sollte man darauf Acht geben, keine allzu rauen Bürsten zu nutzen. Diese würden die Oberfläche mit und mit angreifen und abnutzen. Ist dieser Punkt einmal erreicht, wird dein Räucherschrank sehr viel schneller rosten. Versuche also gleich zu Anfang darauf zu achten, deinen Räucherofen schonend und regelmäßig zu reinigen.

Verzinktes Stahlblech:

Wenn man die Preise von verschiedenen Räucherschränken vergleicht und einen Blick auf die Materialien wirft fällt auf, dass diese Kategorie mit Abstand die Günstigste ist. Das hat natürlich einen Grund. Verzinktes Stahlblech ist sehr kratzeranfällig und nutzt sich extrem schnell ab. Zumindest bei einer derartigen Hitzeerzeugung, wie es in einem Räucherofen der Fall ist. Zählt man äußere Witterungsbedingungen dazu, so hat ein derartiger Räucherschrank nur eine recht kurze Lebensdauer von etwa 3 Jahren.

Im Laufe der Zeit kann es dazu kommen, dass die Isolierung des Räucherschranks nachlässt. Auf Grund der bereits angesprochenen Witterungsbedingungen arbeitet das Material natürlich, wodurch es verziehen kann. Empfehlen würde ich dir ein solches Einsteigermodell nur, wenn du dir noch unsicher bist ob und wie häufig du in Zukunft räuchern möchtest. Es macht durchaus Sinn sich dahingehend erst einmal zu erproben und hinterher eventuell ein teureres Modell zu kaufen. 

Häufige Fragen zum Thema Räucherschrank

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Räucherschranks?

So ganz pauschal lässt sich diese Frage nicht gleich beantworten. Zum einen hängt es davon ab, wie hochwertig der Räucherofen ist bzw. welche Materialien in welchem Verhältnis verbaut wurden. Ein Modell, welches aus V2A Edelstahl besteht, hat durchschnittlich eine Lebensdauer von 15-20 Jahren. Nimmt man dagegen einen Ofen aus verzinktem Stahlblech, hält dieser in der Regel gerade einmal bis zu 5 Jahre, tendenziell eher weniger.

Woran erkenne ich wie hochwertig ein Räucherschrank tatsächlich ist?

Hochqualitative Räucherschränke sind aus Edelstahl gefertigt und bieten damit eine hervorragende Isolierung. Aufschluss über Qualität bietet neben dem verbauten Material, Materialstärke und Verarbeitung. Von Öfen aus verzinktem Stahlblech rate ich generell ab, da diese im Schnitt ca. 3 Jahre halten und meist billige China-Fabrikate sind.

Welche Hitzemethode eignet sich für Neulinge?

Wenn es darum geht, eine sehr simple Hitzemethode zu wählen, wäre das sicherlich die der Elektro Heizung. Mit Hilfe eines Thermometers hat man es hier vergleichsweise einfach, den Ofen auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Ebenso lässt sich diese konstant gut halten! Allerdings würde ich den Kauf eines Räucherschranks nicht nur an diesem Gesichtspunkt festmachen. Denn wer geduldig ist und dranbleibt, wird früher oder später auch den perfekten Umgang mit Holzkohle und Gas erlernen.

Was kostet ein Räucherschrank?

Die Preise variieren natürlich von Hersteller zu Hersteller, sowie von Modell zu Modell. Für einen guten Räucherschrank Peetz beispielsweise, zahlt man ca. 300 Euro. Die Anschaffung lohnt sich dann aber auch, da er nicht nach kurzer Zeit durchrostet. Es gibt aber auch etwas günstigere Modelle, eine Auflistung meiner Empfehlungen findest du ebenfalls auf dieser Seite!

Welche Größe empfiehlst du?

Wenn du dich für einen Räucherschrank entschieden hast gehe ich davon aus, dass du vorwiegend Fische räuchern möchtest. Aus Erfahrung empfehle ich den Leuten immer ab eine Schrankhöhe von mindestens einem Meter zu schauen. Dort findest du für deine Zwecke genügend Platz vor! Auch wenn man die Fläche vielleicht nicht jedes Mal voll ausschöpft, finde ich es sinnvoller etwas Luft nach oben zu haben für den Fall der Fälle.

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